Das Gedicht „So nebenbei“ entstand in einem Moment der Ernüchterung. Mir fiel auf, wie häufig bei vielen Menschen der Fernseher läuft, ohne dass jemand wirklich hinsieht. Wir konsumieren schreckliche Bilder von Kriegen, Hungersnöten und Katastrophen fast beiläufig. Wir sind so abgestumpft, dass wir sie nur noch am Rande wahrnehmen, ohne uns wirklich damit auseinanderzusetzen. Dieser Horror wird quasi zu einem Teil unseres Unterhaltungsprogramms.
Das Gedicht „Propaganda“ entstand aus einer kritischen Auseinandersetzung mit der Frage, wie Meinungen geformt und manipuliert werden. Propaganda ist kein neues Phänomen. Sie begleitet die Menschheit seit Jahrhunderten. Bis heute lenkt sie Menschen für fremde Interessen in bestimmte Denkmuster.
Wem ging es nicht schon so? Nach einer durchfeierten Nacht wachst du auf und fragst dich: Sollte ich es das nächste Mal ruhiger angehen? Meine Antwort lautet: Nein. Ich werde es niemals ruhiger angehen. Ich werde das Leben feiern, solange es mir möglich ist. Dieses Gedicht entstand nach einem unvergesslichen Konzertabend. Am nächsten Morgen spürte ich die Nachwirkungen deutlich. Mein Kopf schmerzte, meine Stimme war heiser. Doch aus diesem Gefühl heraus formte ich diese Worte.