„Sag mal, spinnst du?“, hätte meine Oma wohl gesagt, wenn sie gewusst hätte, dass ich die ganze Welt an meinen Erinnerungen an sie teilhaben lassen will. Meine Kindheitserinnerungen an meine Oma zeigen, was sie für mich war und immer noch ist. Sie hätte mich dabei mit diesem schiefen, schelmischen Lächeln angesehen. Es steht mir heute noch genauso vor Augen wie in meiner Kindheit. Sie war keine Frau für das Rampenlicht; niemand, der sich selbst in den Vordergrund drängte. Sie war eine Frau, die wusste, was sie wollte. Eine Frau, die erhobenen Hauptes durchs Leben ging und Trauer wie Freude gleichermaßen kannte.
Umbra Memoriae – Ein Echo der Zeit oder eine Abrechnung Die Welt strömt ungefiltert und unbarmherzig auf uns ein, ohne dass wir uns dagegen wehren können. Sie lauert als Reklame an Bushaltestellen, ploppt in Sekundenschnelle auf den Bildschirmen auf, flimmert uns in den sozialen Medien entgegen und schreit uns aus den Schlagzeilen der Zeitungen an. Kriege, Zerstörung und das ununterbrochene Feiern neuer technologischer „Innovationen“ jagen sich im Minutentakt. Und inmitten dieses lauten Rauschens ertappe ich mich immer wieder dabei, wie erschöpft ich von diesem Zustand bin, wie erschöpft ich von unserer modernen Welt bin. Vielleicht ist „Umbra Memoriae – Fragmente meines Seins“ meine persönliche Antwort auf all das, was da draußen tagtäglich auf uns einstürzt.
Warum manche Dinge nicht laut sein müssen, um zu berühren Wir leben in einer Welt, die ununterbrochen spricht. Alles ist laut, schnell und auf ständige Präsenz ausgelegt. Doch manchmal sind es nicht die lauten Töne, die bleiben. Es sind die leisen Dinge. Diejenigen, die eine Geschichte erzählen, ohne sich aufzudrängen.
​In einer Zeit, in der KI-generierte Inhalte oft mit einem flüchtigen Schulterzucken als „schnelles Produkt auf Knopfdruck“ abgetan werden, möchte ich den Vorhang lüften. Hinter dem Song „Storming the Heavens“ steckt kein Zufallsprojekt und kein einfacher Prompt. Es ist das Ergebnis einer Reise, die – ohne es zuvor zu ahnen – bereits vor drei Jahren begann. Ein Prozess, bei dem die Technologie lediglich das finale Werkzeug war, um meine Vision hörbar zu machen.
Warum das Wort „Gier“ mehr ist als nur etwas Negatives Ich liebe Musik – vor allem jene, die die dunkleren Seiten des Menschseins berührt. Musik, die nicht nur an der Oberfläche kratzt, sondern darunter blickt. Die Fragen stellt, statt Antworten vorzugeben. Vor einiger Zeit hörte ich eine ältere Spotify-Playlist, die ich vor Jahren einmal angelegt hatte. Zwischen Nick Cave, Pink Floyd, Lord of the Lost und Der W fanden sich auch Stücke aus dem Musical Tanz der Vampire. Einer dieser Songs ließ mich innehalten: „Die unstillbare Gier“.
 Vor einiger Zeit sah ich die Dokumentation The Remarkable Life of Ibelin. Ich dachte, ich wüsste, was mich erwartet: die Geschichte eines jungen Mannes, der mit schweren körperlichen Einschränkungen lebt. Was ich bekam, war etwas anderes. Ein Spiegel. Und die Erkenntnis, wie begrenzt mein eigenes Verständnis von Nähe, Beziehung und Gemeinschaft bis zu diesem Punkt gewesen ist.