Das Gedicht „So nebenbei“ entstand in einem Moment der Ernüchterung. Mir fiel auf, wie häufig bei vielen Menschen der Fernseher läuft, ohne dass jemand wirklich hinsieht. Wir konsumieren schreckliche Bilder von Kriegen, Hungersnöten und Katastrophen fast beiläufig. Wir sind so abgestumpft, dass wir sie nur noch am Rande wahrnehmen, ohne uns wirklich damit auseinanderzusetzen. Dieser Horror wird quasi zu einem Teil unseres Unterhaltungsprogramms.