Das Gedicht „So nebenbei“ entstand in einem Moment der Ernüchterung. Mir fiel auf, wie häufig bei vielen Menschen der Fernseher läuft, ohne dass jemand wirklich hinsieht. Wir konsumieren schreckliche Bilder von Kriegen, Hungersnöten und Katastrophen fast beiläufig. Wir sind so abgestumpft, dass wir sie nur noch am Rande wahrnehmen, ohne uns wirklich damit auseinanderzusetzen. Dieser Horror wird quasi zu einem Teil unseres Unterhaltungsprogramms.
Das Gedicht „Propaganda“ entstand aus einer kritischen Auseinandersetzung mit der Frage, wie Meinungen geformt und manipuliert werden. Propaganda ist kein neues Phänomen. Sie begleitet die Menschheit seit Jahrhunderten. Bis heute lenkt sie Menschen für fremde Interessen in bestimmte Denkmuster.
Wem ging es nicht schon so? Nach einer durchfeierten Nacht wachst du auf und fragst dich: Sollte ich es das nächste Mal ruhiger angehen? Meine Antwort lautet: Nein. Ich werde es niemals ruhiger angehen. Ich werde das Leben feiern, solange es mir möglich ist. Dieses Gedicht entstand nach einem unvergesslichen Konzertabend. Am nächsten Morgen spürte ich die Nachwirkungen deutlich. Mein Kopf schmerzte, meine Stimme war heiser. Doch aus diesem Gefühl heraus formte ich diese Worte.
Das Gedicht „Keine Zeit?“ entstand nach einer alltäglichen Beobachtung, als ich gestresste Eltern durch die Straßen eilen sah. Sie zogen ihre Kinder förmlich hinter sich her, was sofort eigene Erinnerungen in mir weckte. Denn oft haben wir scheinbar keine Zeit für das kindliche Tempo.
Der ständige Kampf gegen die Uhr
Meine Kinder brachten mich früher oft an den Rand der Verzweiflung, weil sie vor wichtigen Terminen sehr langsam waren. Der Blick auf die Uhr treibt uns zur Eile an, doch das Tempo eines Kindes folgt einer eigenen Logik. Eine kleine Pfütze am Wegesrand ist dann plötzlich viel wichtiger als jeder feste Termin.