Das Gedicht „Keine Zeit?“ entstand nach einer alltäglichen Beobachtung, als ich gestresste Eltern durch die Straßen eilen sah. Sie zogen ihre Kinder förmlich hinter sich her, was sofort eigene Erinnerungen in mir weckte. Denn oft haben wir scheinbar keine Zeit für das kindliche Tempo.
Der ständige Kampf gegen die Uhr
Meine Kinder brachten mich früher oft an den Rand der Verzweiflung, weil sie vor wichtigen Terminen sehr langsam waren. Der Blick auf die Uhr treibt uns zur Eile an, doch das Tempo eines Kindes folgt einer eigenen Logik. Eine kleine Pfütze am Wegesrand ist dann plötzlich viel wichtiger als jeder feste Termin.
Das Gedicht „Habt Dank Ihr Barden“ ist ein Tribut an ganz besondere Musiker. Es richtet sich an all die Bands und Sänger, die mich bereits durch meine Jugend begleitet haben. Auch jene Künstler, die erst später in mein Leben traten, möchte ich damit ehren. Musik ist für mich nämlich ein absolut unverzichtbarer Teil meiner Existenz.
Meine ganz persönlichen musikalischen Begleiter
Wahre Barden sind für mich jene Künstler, die tiefgründige Geschichten erzählen.
Als Kind habe ich es geliebt, in den Zirkus zu gehen. Der süße Duft nach Sägespänen und Popcorn lag überall in der Luft. Die Magie der Vorstellung und die Darbietungen der Tiere faszinierten mich damals sehr. Ich sah nur die bunten Lichter und hörte die laute, fröhliche Musik. Erst als Erwachsene konnte ich das wahre Leid dieser Tiere ernsthaft reflektieren. Hinter der glänzenden Fassade verbirgt sich nämlich oft eine grausame Realität. Der tosende Applaus übertönt dabei gekonnt das stille Leiden.
Das Gedicht „Das Wunder des Lebens“ ist im Grunde zutiefst autobiografisch. Es entstand aus einer sehr furchteinflößenden Erfahrung. Die Diagnose Krebs riss mir damals nämlich buchstäblich den Boden unter den Füßen weg.
Als das Thema Meinungs- und Pressefreiheit wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein rückte, wollte ich unbedingt etwas beitragen. Die drohende Auslieferung von Julian Assange an die USA war der entscheidende Auslöser dafür. Dieser Fall zeigt nämlich schonungslos, wie mächtige Staaten mit unbequemen Wahrheiten umgehen.