Rosen Ozzy Osbourne Tribut

Ein stiller Nachklang

Erinnerung an Ozzy Osbourne dem Prince of Darkness

Heute ist ein Tag, an dem Birmingham im Schatten der Erinnerung steht – eine Erinnerung an Ozzy Osbourne.
Die Straßen füllen sich mit Menschen, die gekommen sind, um Abschied zu nehmen – Abschied von einer Legende, die die Welt geprägt hat. Millionen verfolgen diesen Moment im Livestream. Eine Stadt trauert um ihren Sohn – und die Welt hält den Atem an.

Am 22. Juli 2025 hat sich eine der prägenden Stimmen der Rockgeschichte für immer von der Weltbühne verabschiedet:
Ozzy Osbourne. The fucking Prince of Darkness.
Nur 17 Tage zuvor hatte er mit Back to the Beginning ein grandioses Abschiedskonzert gegeben – ein Abend,
der nicht nur Musikgeschichte schrieb, sondern zugleich das erfolgreichste Benefizkonzert aller Zeiten wurde.
Ein Finale, so kraftvoll wie sein Leben.

Doch Ozzy war nicht nur der Prince of Darkness. Nicht nur eine Ikone.
Er war ein Ordinary Man, der nie vergessen hat, wo er herkam.
Er war unser Working-Class Hero, der gezeigt hat, dass man aus den Schatten
ins Licht treten kann – ohne sich selbst zu verlieren.

Vielleicht war das sein größtes Vermächtnis: Er war echt. Mit allen Brüchen. Mit allen Narben. In seinen Songs
fanden wir das Leben – roh, ehrlich, voller Sehnsucht.

Als ich die Nachricht hörte, dachte ich an seine Familie.
An seine liebende Frau Sharon, die an seiner Seite stand wie niemand sonst.
An seine Kinder und seine Enkel. Und an all jene, die mit seiner Musik groß geworden sind,
die sie in sich tragen wie einen Herzschlag – an alle, deren Leben er tief geprägt hat.

Das Gedicht „Wenn ich dich retten könnte“ ist daraus entstanden – eine Erinnerung an Ozzy Osbourne und das, was bleibt. Ein Versuch, die unendliche Sehnsucht
und den unermesslichen Verlust zu fassen, den der Abschied von einem geliebten Menschen mit sich bringt.
Es ist ein stiller Nachklang der Erinnerung, ein Ausdruck dessen, wie schwer es ist,
loszulassen und wie sehr das Herz trotzdem weiter an der Verbindung festhält.

 
Für mich ist es ein Zeichen dafür, dass Liebe über den Tod hinaus bestehen kann – in Bildern, Liedern,
Geschichten und im tiefsten Herzen. Dieses Gedicht soll Trost spenden und zugleich daran erinnern,
wie wertvoll jede gemeinsame Sekunde ist.

Für Ozzy, für Sharon und für alle, die einmal jemanden verloren haben, den sie um keinen Preis loslassen wollten.

Wenn ich dich retten könnte. 
 
Ein Bild würd’ ich dir malen,
so zart wie Morgentau,
wenn es vertreiben könnte
das trübe Himmelsgrau.
 
Ein Lied würd’ ich dir singen
voll sanfter Poesie
wenn ich dich retten könnte
mit meiner Melodie.
 
Ein Märchen würd’ ich schreiben,
wenn’s brächte dich zurück –
ein Märchen für uns beide,
von Liebe und vom Glück.
 
Den Himmel würd’ ich stürmen,
wärst du auf ewig mein,
Ich würde für dich sterben –
um dir ganz nah zu sein.
 
 
 

Eine Antwort

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
Porträt von Martha Buschner und ihrer Enkelin Anja im Jahr 1992 – Kindheitserinnerungen an eine starke Frau

Sag mal, spinnst du?

„Sag mal, spinnst du?“, hätte meine Oma wohl gesagt, wenn sie gewusst hätte, dass ich die ganze Welt an meinen Erinnerungen an sie teilhaben lassen will. Meine Kindheitserinnerungen an meine Oma zeigen, was sie für mich war und immer noch ist. Sie hätte mich dabei mit diesem schiefen, schelmischen Lächeln angesehen. Es steht mir heute noch genauso vor Augen wie in meiner Kindheit. Sie war keine Frau für das Rampenlicht; niemand, der sich selbst in den Vordergrund drängte. Sie war eine Frau, die wusste, was sie wollte. Eine Frau, die erhobenen Hauptes durchs Leben ging und Trauer wie Freude gleichermaßen kannte.

Weiterlesen
Umbra Memoriae – Ein Echo der Zeit oder eine Abrechnung

Umbra Memoriae – Ein Echo der Zeit oder eine Abrechnung

Umbra Memoriae – Ein Echo der Zeit oder eine Abrechnung

Die Welt strömt ungefiltert und unbarmherzig auf uns ein, ohne dass wir uns dagegen wehren können. Sie lauert als Reklame an Bushaltestellen, ploppt in Sekundenschnelle auf den Bildschirmen auf, flimmert uns in den sozialen Medien entgegen und schreit uns aus den Schlagzeilen der Zeitungen an.

Kriege, Zerstörung und das ununterbrochene Feiern neuer technologischer „Innovationen“ jagen sich im Minutentakt. Und inmitten dieses lauten Rauschens ertappe ich mich immer wieder dabei, wie erschöpft ich von diesem Zustand bin, wie erschöpft ich von unserer modernen Welt bin.

Vielleicht ist „Umbra Memoriae – Fragmente meines Seins“ meine persönliche Antwort auf all das, was da draußen tagtäglich auf uns einstürzt.

Weiterlesen