Hoffnung auf Frieden

Hoffnung auf Frieden: Warum die „Weiße Taube“ heute wichtiger denn je ist

Mein Gedicht „Weiße Taube“ reflektiert den drängenden Wunsch nach einer Hoffnung auf Frieden in einer zunehmend zerrissenen Welt. Es ist bewusst an das bekannte Lied „Kleine weiße Friedenstaube“ von Erika Schirmer angelehnt, ein Werk, das mich bereits in meiner Kindheit geprägt hat. Die klare Botschaft dieses Liedes hat mich tief beeinflusst, doch heute scheint diese Hoffnung auf Frieden in der rauen Realität oft kaum noch greifbar zu sein.

Während die Taube im Kinderlied voller Zuversicht durch die Lande fliegt, zeigt mein Gedicht ein düsteres Bild: Die Taube liegt erschöpft im Trümmerfeld, ihr Gefieder von Blut gezeichnet. Es ist ein direktes Symbol für eine Welt, die ihre Menschlichkeit verliert und den Frieden nicht zu bewahren weiß.

Vielleicht ist die Botschaft, die Erika Schirmer bereits 1949 aussandte, in unserem hektischen Alltag zu leise geworden. Doch gerade in Zeiten, in denen Krieg und Zerstörung die Nachrichten dominieren, dürfen wir als Gesellschaft nicht verstummen. Kunst und Lyrik haben die Aufgabe, den Spiegel vorzuhalten und die Stille zu durchbrechen. Mein Gedicht ist mein ganz persönlicher Versuch, die Hoffnung auf Frieden als ein unzerstörbares Gut zu verteidigen.

Es ist ein Appell an uns alle: Wir dürfen die Taube nicht aufgeben. Wir müssen den Dialog suchen, auch wenn es schwerfällt. Der Kampf für das friedliche Miteinander ist kein leises Unterfangen, sondern eine tägliche Aufgabe. Mein Gedicht dient dabei als Mahnung und als Hoffnungsschimmer zugleich – ein Aufruf, die Menschlichkeit selbst in den dunkelsten Momenten nicht zu vergessen.

 

Weiße Taube

Kleine weiße Friedenstaube, liegst im Trümmerfeld der Stadt.
Wagst es nicht mehr aufzustehen, abgekämpft bist du und matt.
Tod und Elend immer wieder.
Blut durchtränkt dein weiß` Gefieder.

Warst den Menschen wohlbekannt,
trugst die Botschaft übers Land.
Über Wiesen, Wälder, Flur
sahst du wenig Hoffnung nur.

Friedenszeit war knapp bemessen,
Menschlichkeit zu schnell vergessen.
Hass vergiftete das Land,
und Bruder starb durch Bruder’s Hand!


Hoffnung ist nicht mehr zu sehen
Zeit scheint plötzlich stillzustehen,
Kleine Taube kämpfe weiter! Hilf uns Menschen in der Not!
Bring uns endlich wieder Frieden, sonst vergehen wir im Tod.

2 Antworten

  1. Ich bin in die Stadt Nordhausen, der Stadt, in der Erika Schirmer lebt, gezogen, habe sie selber als sehr bescheiden, herzlich und nie müde werdend im Kampf für Frieden, geachtet und auch in einem Spiel zum kennenlernen des Landkreises einbezogen. Ihr verdient große Achtung und in diesem Gedicht „Weiße Taube“ von Ihnen Frau Buschner, sehe ich eine wichtige Fortsetzung.

  2. Gleiche Gedanken beschäftige mich schon seit 1983, wo ich dieses Bild schuf. Die Hoffnung habe ich noch nicht aufgegeben, nicht bis zu dem Zeitpunkt, wo die göttliche Ermahnung „… und führet uns nicht in Versuchung“ von dieser Menschheit ignoriert wird und dem Bösen die Zukunft geopfert wird.

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