Vater Sohn Zeichnung
Über das Gedicht “ An mein Kind“
Als Elternteil steht man oft vor der Herausforderung, seinem Kind die richtigen Werte und die Fähigkeit zur Unterscheidung von Wahrheit und Unrecht zu vermitteln. In meinem Gedicht „An mein Kind“ reflektiere ich über diese Bedenken und die Komplexität moralischer Entscheidungen. Es ermutigt dazu, kritisch zu denken und die Wahrheit eigenständig zu erkennen. Ich bin überzeugt davon, dass es das Beste ist, Werte vorzuleben und darauf zu vertrauen, dass Kinder diesen Werten aus eigener Überzeugung folgen werden.
An mein Kind

Mein Kind wie kann ich es dich lehren
dich gegen Unrecht zu erwehren.
Was ist gut und was ist schlecht?
Wer belügt dich, wer spricht recht?

Böse ist, wer Böses tut!
Ja soweit klingt’s schon ganz gut.
Doch so einfach ist es nicht
niemand weiß, wer Wahres spricht.

Der Böse lügt dir ins Gesicht,
der Gute auch, nur merkst du’s nicht.
Ja mein Kind, sei auf der Hut!
Prüfe alle Worte gut!

Leicht ist das nicht zu verstehen,
schwer ist’s Wahrheit klar zu sehen.
Nein mein Kind, ich kann’s nicht lenken
am Ende musst du selber denken.

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