„Sag mal, spinnst du?“, hätte meine Oma wohl gesagt, wenn sie gewusst hätte, dass ich die ganze Welt an meinen Erinnerungen an sie teilhaben lassen will. Meine Kindheitserinnerungen an meine Oma zeigen, was sie für mich war und immer noch ist. Sie hätte mich dabei mit diesem schiefen, schelmischen Lächeln angesehen. Es steht mir heute noch genauso vor Augen wie in meiner Kindheit. Sie war keine Frau für das Rampenlicht; niemand, der sich selbst in den Vordergrund drängte. Sie war eine Frau, die wusste, was sie wollte. Eine Frau, die erhobenen Hauptes durchs Leben ging und Trauer wie Freude gleichermaßen kannte.