Kinder Lagerfeuer Zeichnung Gedicht Gedicht "Sommerglück" Anja Buschner Kindheit

Sommerglück

ist für mich mehr als nur eine Erinnerung an unbeschwerte Kindheitstage – es ist eine Hommage an eine Zeit, die mich geprägt hat, und an Menschen, die einen tiefen Einfluss auf mein Leben hatten. Besonders meine Oma spielte in dieser Zeit eine zentrale Rolle. Sie war nicht nur eine verlässliche Stütze, sondern auch jemand, der mir Werte wie Mitgefühl, Bodenständigkeit und die Freude an den kleinen Dingen des Lebens mitgab.

Ihre Nähe und ihre Lebensweisheit haben mir gezeigt, wie wichtig Familie und Zusammenhalt sind. Viele meiner schönsten Erinnerungen an die Kindheit sind untrennbar mit ihr verbunden. Die gemeinsamen Momente, die Geborgenheit und die Wärme, die sie ausstrahlte, haben mein Wesen nachhaltig geprägt.

Mit Sommerglück möchte ich diese Zeit einfangen – eine Welt, die einfach und zugleich voller Wunder war. Es ist ein Versuch, die Leichtigkeit, das Glück und auch die Dankbarkeit für jene Menschen, die uns auf unserem Lebensweg prägen, in Worte zu fassen. Vielleicht weckt es auch bei anderen Erinnerungen an die prägenden Figuren ihrer eigenen Kindheit und die unvergesslichen Momente, die uns zu dem machen, was wir sind.

 

Sommerglück

Bin aufgewachsen auf dem Land,
der Hof direkt am Waldesrand.
Mit Wehmut denke ich zurück
an meine Kindheit voller Glück.

Dann spüre ich den Sommerwind
und fühl mich wieder wie ein Kind.
Ich war so sorglos, endlos frei,
und glaubte, dass Glück ewig sei.

Die Gänse hüten mit der Oma.
und Erdbeerbrause mit Aroma!
Auf Bäume klettern, Buden bauen,
zum Strandbad fahren, Möhren klauen.

Am Abend mit den Freunden chillen,
am Lagerfeuer Stockbrot grillen.
Ja, wussten wir in diesen Tagen
denn eigentlich, wie gut wir’s haben?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Weitere Beiträge
Schwarzweißzeichnung von Rettungskräften im Schnee neben einem Rettungswagen, inspiriert vom Gedicht „Kindlein ohne Wiege“.

Kindlein ohne Wiege – Poesie über Weihnachten, Mitgefühl und die gesellschaftliche Kälte unserer Zeit

Es gibt Momente, in denen ein Gedicht entsteht, ohne dass man den Weg dorthin bewusst gewählt hätte.
„Kindlein ohne Wiege“ war ursprünglich als leise Weihnachts-Poesie gedacht – als ein Text, der von Wärme, Hoffnung und dem Licht erzählt, das wir mit der Geburt Jesu verbinden. Doch die Worte fanden einen anderen Ton. Einen ernsteren, kälteren. Und plötzlich entstand ein Gedicht, das mehr über unsere Welt erzählt, als ich zunächst erahnte.

Weiterlesen